Rebschule Rohrendorf

Tradition

Rohrendorf ist seit Jahrzehnten ein Zentrum der österreichischen Rebveredelung. Die erste und älteste Rebschule Östereichs war jene des Dr. Lenz Moser, die bis zum Jahre 1996 von seinem Sohn weiter geführt wurde.
Unser Familienbetrieb wurde von den Großeltern des heutigen Betriebsinhabers, Franz (1901 - 1960) und Aloisia (1906 - 1990) Backknecht , im Jahre 1931 gegründet. Er war damals mit einer Produktion von 40.000 Rebveredelungen der zweitgrößte Betrieb nach Dr. Moser in Rohrendorf.

Ab dem Jahre 1959 wurde die Rebschule von Franz Backknecht und seiner Frau Herta übernommen und ausgebaut. In jene Zeit fiel eine Reihe produktionstechnischer Neuerungen, die unseren Betrieb zu einem der fortschritlichsten seiner Zeit machten. So wurde etwa von Franz Backknecht sen. die Anwendung des Desinfektionsmittels Chinosol als erstes in der öster. Rebveredlung eingesetzt. Ab dem Jahre 1974 - ebenfalls als erste in Österreich - wurde die temperaturgesteuerte Kühlhauslagerung von Edelreisern und Unterlagen praktiziert. Gleichzeitig enstand damas ein kombiniertes Treib-Kühlhaus, das völlig mit künstlichem Licht arbeitete.

Im Jahre 1975 trat die dritte Generation in den Betrieb ein: Franz und Edith Backknecht . Der Betrieb wurde stetig vergrössert und technisch ausgebaut. Die Überwinterung der fertigen Reben erfolgte ab nun nach sorfältiger Säuberung und Desinfektion in modernen Kühlhäusern. In Zusammenarbeit mit renomierten, fortschrittlichen Weingütern wie Jamek, Knoll, Malat, Hans Topf und F.X. Pichler wurde sowohl das Edelreismaterial von Traditionssorten wie Grüner Veltliner, Riesling und Weißburgunder, als auch neue, in der Region praxisgetestete Sorten wie Chardonnay, Sauvignon blanc und Cabernet weitervermehrt und den Kunden zur Verfügung gestellt.

Ab dem Jahre 1988 wurden die ersten Weingärten in Österreich maschinell gepflanzt. Franz Backknecht jun. organisierte ab diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Firma Kober-Kohlfürst, die ersten maschinellen Auspflanzungen in den Gebieten Wachau, Kremstal und Kamptal. Seither wird die maschinelle Auspflanzung von über 200.000 Reben jährlich von uns betreut und organisiert - für unsere Kunden und auch für Kunden unserer Berufskollegen.

1993:Sohn Wolfgang (geb 1975) beginnt nach seiner Ausbildung an der Weinbaufachschule Krems und Praxen in Deutschland und Österreich im Familienbetrieb mitzuarbeiten.

1994:Franz und Edith Backknecht übernehmen den Betreib vollverantwortlich als Betriebsführer. Franz sen. und Hetra gehen in die wohlverdiehnte Pension, die insbesondere von freiwilliger und reger Mitarbeit in der Rebschule geprägt ist.

1996:Die älteste Traditionsrebschule Österreich, geleitet von Ing. Sepp Moser, stellt den Betrieb ein und übergibt ihre Kunden zur weiteren Betreuung an die Rebschule Backknecht. Damit erwachsen unserem Familienbetrieb nicht nur neue Kundenkontakte und neue Verantwortung, sondern ab diesem Zeitpunkt sind wir die älteste aktive Rebschule Österreichs.

2000:Mit Wolfgang Backknecht tritt die vierte Generation in die neu gegründtete Gesellschaft nach bürgerlichem Recht (GesnbR) ein.